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Datenschutz in der Kompositversicherung

Aktuelle Entwicklungen und Rechtsfragen

  • Konzept

    Einleitend wird sich Prof. Dr. Dirk-Carsten Günther mit der Entscheidung des BGH vom 15. Mai 2018 (Az.: VI ZR 233/17)  zu sog. dash-cams unter den Gesichtspunkten des Datenschutzes und der Beweisverwertung befassen. Er wird die praktischen Folgen aus dem BGH-Urteil sowie die in diesem Zusammenhang relevanten Vorgaben beleuchten und konkrete Fallbeispiele mit den Teilnehmern diskutieren. 

    Anschließend beleuchtet Guido Wiedefeld einzelne Aspekte der datenschutzrechtlichen Einwilligung und stellt diese den gesetzlichen Erlaubnistatbeständen gegenüber. Insoweit wird er auch der Frage nachgehen, welche Besonderheiten im Umgang mit Gesundheitsdaten und anderer sensibler Daten zu berücksichtigen sind. Ausführungen zu datenschutzrechtkonformen Kommunikationsstrategien im Umgang mit Kunden und Dritten (z. B. externen Sachverständigen) runden den Vortrag ab. 

    Dr. Tobias Britz wird Fragen der Informationsbeschaffung und des Informationsaustauschs in der Schadenregulierung in den Blick nehmen. Welche Grenzen und welche Informationspflichten gegenüber dem Versicherungsnehmer und/oder Dritten in der Schadenregulierung zu beachten sind, soll im Diskurs mit den Teilnehmern erörtert werden. 

    Dr. Manuel Piaszek berichtet von aktuellen Erfahrungen mit der DS-GVO aus Sicht der Versicherungspraxis. Dabei wird sie sich unter anderem mit der sog. Datenschutzfolgenabschätzung, deren Voraussetzungen und deren Nutzen für die Praxis auseinandersetzen. Die Anforderungen an einen DS-GVO-konformes Verarbeitungsverzeichnis sowie der Umfang mit (in der Praxis vermehrt anzutreffenden) Löschersuchen einerseits und den Löschpflichten der verantwortlichen Stelle andererseits finden ebenfalls Berücksichtigung. 

    Im Detail wird sich Rainer Schroedel mit der Auftragsverarbeitung auseinandersetzen. Dabei wird er insbesondere auf die Abgrenzung zu anderen Verarbeitungssituationen ebenso eingehen, wir er den möglichen Inhalt entsprechender Vereinbarungen nach der DS-GVO sowie dem VAG berücksichtigen und zur Auswahl entsprechender Vertragspartner Stellung nehmen wird. 

    Moderiert und geleitet wird die Veranstaltung durch Dr. Tobias Britz

    Bei allen Vorträgen besteht ausreichend Gelegenheit zur Diskussion.

  • Ziele / Nutzen

    Das regulatorische und technische Umfeld für die Verarbeitung personenbezogener Daten unterliegt einem stetigen Wandel, womit für Versicherungsunternehmen, die in allen Sparten auf die Verarbeitung erheblicher Mengen an Daten angewiesen sind, beachtliche Herausforderungen verbunden sein können.

    Die normativen Grundlagen, die derzeit der Datenschutz-Grundverordnung einen signifikanten Entwicklungsschub erfahren haben, sowie praxisrelevante Spezialthemen werden in unserem Seminar besprochen. Im Diskurs mit den Teilnehmern analysieren die Referenten entsprechende Fallgestaltungen, um unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen praxistaugliche Lösungskonzepte vorzustellen.

  • Inhalte

    Programm 29. November 2018

     

    ab 9:00 Uhr Empfang und Ausgabe der Seminarunterlagen
                         Kaffee und Tee 


    09:30 Uhr Begrüßung und Einführung

                      Dr. Tobias Britz


     Der BGH und dash-cams – Datenschutz und Beweisverwertung

    • Datenschutzrechtliche Fragen
    • Prozessuale Fragen, insb. Verwertung im Zivilprozess
    • Praktische Folgen aus dem BGH-Urteil, insb. technische Vorgaben an dash-cams

    Prof. Dr. Dirk-Carsten Günther


    Die datenschutzrechtliche Einwilligung und der neue Code of Conduct – Ist digitale Kommunikation noch erlaubt?

    • Anforderungen an die Einwilligung 
    • Grund und Grenze der gesetzlichen Erlaubnistatbestände 
    • Umgang mit sensiblen Daten, insbesondere Gesundheitsdaten 
    • Digitale Kommunikation – E-Mail, WhatsApp & Co. erlaubt?

    Guido Wiedefeld 


    11:15 Uhr Kaffeepause


    Die datenschutzrechtliche Einwilligung und der neue Code of Conduct – Ist digitale Kommunikation noch erlaubt?

    (Fortsetzung)

     


    Informationsbeschaffung und Informationsaustausch in der Schadenregulierung

    • Direkt- und Dritterhebung 
    • Maßnahmen ohne Wissen des Betroffenen 
    • Informationspflichten 

    Dr. Tobias Britz


     12:45 Uhr Mittagessen


     Aktuelle Erfahrungen mit der DSGVO aus Sicht der Versicherungspraxis

    • Datenschutzfolgenabschätzung
    • Verarbeitungsverzeichnis
    • Löschersuchen und Löschpflichten

    Dr. Manuel Piaszek

     


     15:15 Uhr Kaffeepause


     Die Auftragsverarbeitung

    • Abgrenzung zu anderen Verarbeitungssituationen
    • Vertragsinhalt nach DSGVO und VAG
    • Auswahl des Vertragspartners und Unterauftragsverhältnisse
    • Kontrollpflichten

    Rainer Schroedel

     


    17:00 Uhr Ende des Seminars

     

    Programmänderungen bleiben vorbehalten.

  • Teilnahmeinformationen

    Teilnehmerkreis

    Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter und Leiter von Versicherungsunternehmen, die mit datenschutzrechtlichen Fragestellungen im Bereich der Kompositversicherung beschäftigt sind, Mitarbeiter und Leiter der Rechtsabteilung, Versicherungsvermittler sowie Rechtsanwälte.

     

    Teilnahmegebühr

    Die Teilnahmegebühr umfasst die kompletten Seminarunterlagen und die Bewirtung während der Veranstaltung.

     

    Seminarzeiten

    Das Seminar wird in der Zeit von 09:30 bis 17:00 Uhr durchgeführt. Vormittags und nachmittags findet jeweils eine Kaffeepause von 15 Minuten und mittags eine Pause von 60 Minuten statt.

     

    Hinweise zu FAO und Bildungszeit*

    Sie erhalten für Ihre Teilnahme ein Zertifikat über 6 Stunden nach § 15 FAO bzw. 6 Stunden Bildungszeit gem. den Vorgaben der IDD.


    Veranstaltungsort

    Hilton Cologne Hotel
    Marzellenstraße 13 - 17
    50668 Köln

    Telefon: 0221 13071-2300
    Fax:  0221 13071-6030
    E-Mail: res.cologneathilton.com

     

    Übernachtung

    Hotelbuchungen erfolgen durch die Teilnehmer selbst. Ein begrenztes Zimmerkontingent (147,– € inkl. gesetzl. MwSt. für Zimmer inkl. Frühstück und zzgl. Kulturförderabgabe) steht zum Abruf bis 31.10.2018 unter dem Stichwort „VersicherungsForum“ zur Verfügung.

    * Wir übernehmen keine Garantie für die Anerkennung der Fortbildung durch einzelne Rechtsanwaltskammern. Schadensersatzansprüche sind ausgeschlossen.

490,00
zzgl. ges. Mwst.
583,10 € inkl. gesetzl. MwSt. Bei einer Sammelanmeldung zu derselben Veranstaltung erhält der dritte sowie jeder weitere Teilnehmer desselben Unternehmens 25% Rabatt auf die Teilnahmegebühr.
Web-Code
VF126

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