Lebensversicherung

Aktuelle Trends und Rechtsfragen

  • Konzept

    Lange haben alle auf den Entwurf zur Provisionsdeckelung in der Lebensversicherung gewartet - seit Ende März liegt er als Referentenentwurf vor. Die Diskussion zu diesem Thema nimmt damit weiter Fahrt auf. Dr. Joachim Grote wird in seinem einführenden Referat den Entwurf vorstellen und eine erste Bewertung vornehmen.

    Nachdem im vergangenen Jahr umfangreiche Neuregelungen des Versicherungsvertragsgesetzes erfolgten, stehen Versicherunternehmen neuen Herausforderungen gegenüber. Im Rahmen der Vorträge werden erstens die Auswirkungen auf die jährlichen Informationspflichten gegenüber dem Versicherungsnehmer sowie die Auswirkungen auf den Beratungsprozess näher beleuchtet und erste Erfahrungen aus der Praxis diskutiert. Darüber wird Sabine Goller referieren. Sie widmet sich in ihrem zweiten Vortrag dann der Beurteilung von Versicherungsanlageprodukten nach § 7c VVG und stellt die rechtlichen Probleme und Lösungen zu dieser neuen Vorschrift vor.

    Seit der letzten Veranstaltung sind ferner erneut wichtige Entscheidungen zu einzelnen Aspekten der Lebensversicherung veröffentlicht worden. Dr. Winfried-Thomas Schneider erörtert insoweit ausgewählte Fälle zu praxisrelevanten Fragen, z.B. zur Einwilligung der Gefahrperson, zur Selbsttötungsklausel oder zum Bezugsrecht. Ein besonderes Augenmerk gilt in seinem zweiten Vortrag den Ersatzansprüchen, die aus der Verletzung von Informations- oder Beratungspflichten folgen können. Auch hier ist die Entwicklung nach wie vor im Fluss. Das betrifft sowohl den Anspruchsgrund als auch die Anspruchshöhe.

    Dr. Martin Schaaf gibt in seinem ersten Vortrag einen Überblick über die aktuelle Rechtsprechung zu Vertragslösungsrechten, insbesondere zu § 5a VVG a.F. Dieses Thema scheint seinem Namen "ewiges Widerspruchsrecht" alle Ehre zu machen, da es bereits seit langem auf der Agenda dieses Seminars steht und auch noch stehen wird. Denn die Zahl der zu behandelnden Fälle und der sich immer wieder stellenden neuen Rechtsprobleme reißt nicht ab. Wie sich der Umgang der Rechtsprechung mit Bewertungsreserven in der Lebensversicherung entwickelt hat, ist Gegenstand seines zweiten Vortrags.

  • Ziele / Nutzen

    Das Seminar thematisiert die aktuelle Rechtsprechung zur Lebensversicherung und behandelt Rechtsfragen, die sich beim Betrieb eines Lebensversicherungsunternehmens stellen. Daneben werden auch Fragen der Bestandsverwaltung und der Produktgestaltung besprochen.

    Die Teilnehmer erhalten Informationen zu

    • Gesetzesvorschlag zur Provisionsdeckelung (§§ 32 a, 50 a und b VAG-E)
    • Neuerungen bezüglich § 155 VVG (Jährliche Informationspflichten)
    • Aktueller Rechtsprechung aus dem Bereich der Lebensversicherung
    • Neuerungen bezüglich § 7c VVG (Versicherungsanlageprodukte)
    • Beratungs- und Informationspflichten (insb. §§ 6 und 7 VVG)
    • Bewertungsreserven (§ 153 VVG)
  • Inhalte

    Programm am 22. Mai 2019

     

    ab 09:00 Uhr Empfang und Registrierung


    09:30 Uhr Begrüßung und Einführung

    Gesetzesvorschlag zur Provisionsdeckelung (§§ 32 a, 50 a und b VAG-E)

    Dr. Joachim Grote


    Die jährlichen Informationspflichten des Versicherers

    • Grundsätzliche Anforderungen
    • Neuregelung des § 155 VVG
    • Besonderheiten bei Versicherungsanlageprodukten und zertifizierten Altersvorsorgeverträgen  

    Sabine Goller  


    Entwicklung der Rechtsprechung zu Vertragslösungsrechten (insb. § 5a VVG a.F.)

    • Verwirkung
    • Bedeutung unvollständiger Verbraucherinformationen
    • Höhe der Nutzungen  

    Dr. Martin Schaaf  


    11:30 Uhr Kaffeepause  


    Aktuelle Rechtsfragen aus der gerichtlichen Praxis

    • Notwendige Einwilligung der Gefahrperson in einen Versicherungsnehmerwechsel?
    • Selbsttötungsklausel: Drei-Jahres-Frist, materielle Voraussetzungen, Darlegungs- und Beweislast
    • Fragen des Bezugsrechts: Auslegung der Bezugsberechtigung, Rechtsstellung des Bezugsberechtigten
    • Schicksal der Vertragsansprüche bei Insolvenz des Versicherungsnehmers  

    Dr. Winfried-Thomas Schneider  


    12:45 Uhr Mittagessen  


    Die Beurteilung von Versicherungsanlageprodukten nach § 7c VVG

    • Betroffene Produkte
    • Grundsatz der Beratungs- und Befragungspflicht
    • Inhalt der Geeignetheits- und Angemessenheitsprüfung  

    Sabine Goller  


    Ersatzansprüche wegen Verletzung von Informations- oder Beratungspflichten: Ein noch immer unterschätzes Risiko?

    • Umfang und Grenzen der Beratungspflicht
    • Kausalität und Zurechnung von Beratungspflichtverletzungen
    • Schadensberechnung und -nachweis: Differenzhypothese und Gesamtvermögensvergleich
    • Schadensersatz wegen Verletzung von Informationspflichten - Rückkehr des "ewigen Widerrufsrechts"?

    Dr. Winfried-Thomas Schneider  


    15:45 Uhr Kaffeepause  


    Bewertungsreserven

    • Bedeutung und Beendigung von Gewinnabführungsverträgen
    • Reichweite der sekundären Darlegungs- und Beweislast
    • Überblick über die aktuelle Rechtsprechung  

    Dr. Martin Schaaf  


    17:00 Uhr Ende des Seminars  

     

    Programmänderungen bleiben vorbehalten.

  • Teilnahmeinformationen

    Teilnehmerkreis

    Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter und Leiter von Lebensversicherungsunternehmen, die mit praktischen und rechtlichen Fragestellungen beschäftigt sind, sowie an Versicherungsvermittler und Rechtsanwälte.

    Teilnahmegebühr

    Die Teilnahmegebühr umfasst die kompletten digitalen Seminarunterlagen und die Bewirtung während der Veranstaltung.

    Seminarzeiten

    Das Seminar wird in der Zeit von 09:30 bis 17:00 Uhr durchgeführt. Vormittags und nachmittags findet jeweils eine Kaffeepause von 15 Minuten und mittags eine Pause von 60 Minuten statt.

    Hinweise zu FAO und Bildungszeit*

    Sie erhalten für Ihre Teilnahme ein Zertifikat über 6 Stunden nach § 15 FAO bzw. 6 Stunden Bildungszeit gem. den Vorgaben nach IDD.


    Veranstaltungsort

    Maternushaus
    Kardinal-Frings-Straße 1
    50668 Köln
    Telefon: 0221 1631- 0
    infoatmaternushaus.de

     

    * Wir übernehmen keine Garantie für die Anerkennung der Fortbildung durch einzelne Rechtsanwaltskammern. Schadensersatzansprüche sind ausgeschlossen.

    Unsere Datenschutzhinweise für Teilnehmer finden Sie hier.

Web-Code
VF602
Preis

490,00 zzgl. ges. Mwst.

583,10 inkl. gesetzl. MwSt. Bei einer Sammelanmeldung zu derselben Veranstaltung erhält der dritte sowie jeder weitere Teilnehmer desselben Unternehmens 25% Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

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