Berufsunfähigkeitsversicherung - Leistungsfragen

Aktuelle Fragen der Leistungsprüfung

  • Konzept

    Praxisorientiertes Fachwissen

    Aus der Sicht des Leistungsprüfers und aus der richterlichen Perspektive wird in diesem Jahr die Verweisung ausführlicher beleuchtet.

    So enthalten die Musterbedingungen des GDV seit 2013 nur noch das Verweisungskriterium der Lebensstellung. Ob darin auch Kenntnisse und Fähigkeiten hineinzulesen sind oder nicht, ist in der Rechtsprechung ebenso streitig, wie die Kriterien zur Wahrung der Lebensstellung. Wie die Anforderungen der Verweisung – Lebensstellung, aber auch Kenntnisse und Fähigkeiten – festgestellt werden und welche Informationen vom Versicherungsnehmer beizubringen sind, wird aus der Sicht der Leistungsprüfung beleuchtet.

    Wie die Kriterien in der Rechtsprechung angewandt werden, welche Bedeutung die „Hufschmied-Entscheidung“ des BGH vom 20.12.2017 für die Frage der Kompensation einzelner Verweisungsmerkmale hat und ob die bisherige Lebensstellung sich an Tarifentwicklungen oder dem Verbraucherpreisindex orientieren sollte, wird ebenfalls besprochen. 

    Das Programm in Kürze

    Einleitend werden von Herrn Rechtsanwalt Ansgar Mertens die verschiedenen Problempunkte aufgezeigt und in den Kontext der Leistungsprüfung gestellt. 

    Im Anschluss wird Herr Stefan Wachholz die für eine Verweisung notwendigen Informationen darstellen und wie diese mit den Instrumenten der BU(Z)-Bedingungen angefordert und bewertet werden können. Welche Informationen werden benötigt, um eine Über- oder Unterforderung auszuschließen? Wie kann die soziale Wertschätzung abgeschätzt werden? Welche Einkommensinformationen sollten vorliegen? Dazu wird er auch zahlreiche Fallbeispiele aus der Praxis benennen.

    Aspekte der Verweisung in der gerichtlichen Praxis, wie Fragen der Darlegungs- und Beweislast oder der Zumutbarkeit, wird Dr. Winfried-Thomas Schneider, Richter am OLG Saarbrücken, beleuchten. Er wird die maßgeblichen Kriterien der Rechtsprechung darstellen und auf die unterschiedlichen Tendenzen, etwa zum Verständnis des Begriffs der Lebensstellung oder zu den Anforderungen an die Aufzeigelast des Versicherers bei abstrakter und konkreter Verweisung, eingehen. 

    Ihre Vorteile

    • Ausreichend Möglichkeit zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch mit den Referenten
    • Sie pflegen und erweitern Ihr Netzwerk
    • Praxisnahe Lösungsansätze für die direkte Umsetzung im Alltag
  • Ziele / Nutzen

    Als Ergänzung zum Seminar „Berufsunfähigkeitsversicherung – Rechtsfragen“ konzentriert sich diese Veranstaltung auf aktuelle Themen rund um die Leistungsprüfung der Berufsunfähigkeitsversicherung.

    Die Teilnehmer

    • erhalten Einblicke in die Leistungsprüfung aus praktischer, medizinischer und rechtlicher Sicht und
    • ergänzen und vertiefen ihr Wissen rund um die Leistungsprüfung.
  • Inhalte

    09:00 Uhr Empfang und Registrierung

    09:30 Uhr Begrüßung und Einführung 
    Ansgar Mertens


    Einführung in die Verweisung

    • BGH 20.12.2017 - IV ZR 11/16, VersR 2018, 152 Was sind die Kriterien der Verweisung?
    • OLG Oldenburg 17.12.2016 - 5 U 84/16, r+s 2017, 535  versus OLG Celle 22.5.2017 - 8 U 79/17, VersR 2017, 870: Welches Einkommen ist zu vergleichen?
    • Kenntnisse und Fähigkeiten / Ausbildung und Erfahrung bzw. Über- oder Unterforderung

    Ansgar Mertens


    10:15 Uhr Verweisung in der Leistungsprüfung

    • OLG Hamm 4.5.2018 – 20 U 178/16, VersR 2018, 1052: Was muss der Versicherer aufzeigen?
    • Welche Instrumente stehen dem Versicherer zur Information zur Verfügung?

    Stefan Wachholz


    11:00 Uhr Kaffeepause


    11:15 Uhr

    • Bedeutung der Ausbildung und Ausübung alter / neuer Tätigkeit - Risiko: Formulierung „Ausbildung und Erfahrung“ (OLG Karlsruhe 17.5.2011 – 12 U 45/11, VersR 2011, 1165)
    • Wahrung der Lebensstellung: Mit welchen Informationen bestimmt man das Einkommen?
    • Wahrung der Lebensstellung: Wie bestimmt man die soziale Wertschätzung? 
    • Bedeutung des (verdeckten) Arbeitsmarktes (OLG Saarbrücken 18.11.2015 – 5 U 84/13, ZfS 2017, 459)

    Stefan Wachholz


    13:00 Uhr Mittagessen


    14:00 Uhr Verweisung aus richterlicher Sicht (Teil I)

    • Abstrakte und konkrete Verweisung: Aufzeigelast des VR
    • Bedeutung des Stichtagsprinzips
    • Kenntnisse / Fähigkeiten / Ausbildung: Was gilt bei Bedingungen mit nur dem Kriterium Lebensstellung?
    • Wahrung der Lebensstellung in der Rechtsprechung:

                • Einkommensvergleich: Methoden
                • Soziale Wertschätzung: Selbständiger / Angestellter, Ausbildungs- / Anlernberuf, befristete Tätigkeit

    Dr. Winfried-Thomas Schneider


    15:30 Uhr Kaffeepause


    15:45 Uhr Verweisung aus richterlicher Sicht (Teil II)

    Dr. Winfried-Thomas Schneider 


    16:30 Uhr Diskussion

    17:00 Uhr Ende der Veranstaltung

    *Programmänderungen bleiben vorbehalten.

  • Teilnahmeinformationen

    Teilnehmerkreis

    Das Vertiefungsseminar richtet sich an erfahrene Sachbearbeiter in Versicherungsunternehmen aus dem Bereich der Leistungsprüfung, der Berufsunfähigkeit und Rechtsanwälte.

    Teilnahmegebühr

    Die Teilnahmegebühr umfasst die kompletten Tagungsunterlagen und die Bewirtung während der Veranstaltung.

    Seminarzeiten

    Das Seminar wird in der Zeit von 09:30 bis 17:00 Uhr durchgeführt. Vormittags und nachmittags findet jeweils eine Kaffeepause von 15 Minuten und mittags eine Pause von 60 Minuten statt.

    Hinweise zu FAO und Bildungszeit*

    Sie erhalten für Ihre Teilnahme ein Zertifikat über 6 Stunden nach § 15 FAO bzw. 6 Stunden Bildungszeit.


    Veranstaltungsort

    Lindner Hotel City Plaza
    Magnusstr. 20
    50672 Köln
    Telefon 0221 2034-700
    E-Mail: info.cityplazaatlindner.de

    Übernachtung

    Hotelbuchungen erfolgen durch die Teilnehmer selbst. Ein begrenztes Zimmerkontingent (129,- € inkl. gesetzl. MwSt. für Zimmer inkl. Frühstück zzgl. Kulturförderabgabe) steht im Veranstaltungshotel zum Abruf bis sechs Wochen vor Seminartermin unter dem Stichwort "VersicherungsForum" zur Verfügung.

    * Wir übernehmen keine Garantie für die Anerkennung der Fortbildung durch einzelne Rechtsanwaltskammern. Schadensersatzansprüche sind ausgeschlossen.

    Unsere Datenschutzhinweise für Teilnehmer finden Sie hier.

Web-Code
VF603
Preis

490,00 zzgl. ges. Mwst.

583,10 € inkl. gesetzl. MwSt. Bei einer Sammelanmeldung zu derselben Veranstaltung erhält der dritte sowie jeder weitere Teilnehmer desselben Unternehmens 25% Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

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